TRAUER IM DEUTSCHEN VVM-LAGER: EHEMALIGER BUNDESLIGA-STAR BEI AUTOUNFALL UMS LEBEN GEKOMMEN

Eine traurige Nachricht erschütterte das deutsche Lager während der Basketball-Weltmeisterschaft. Der ehemalige Bundesliga-Center Dennis Kramer ist am Sonntagabend im Alter von nur 31 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Das teilte die BG Göttingen, sein letzter Profiverein, am Montag auf der Website X (früher Twitter) mit.

Nach einem Bericht der Göttinger Polizei ereignete sich der Unfall am Sonntagabend gegen 21.44 Uhr zwischen Barterode und Adelebsen.

Demnach kam der ehemalige Profi mit seinem Jaguar in einer Rechtskurve aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Anschließend überschlug sich das Fahrzeug mehrfach. Kramer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der ehemalige deutsche U18-, U20- und A2-Nationalspieler, der bei der Sommer-Universiade 2015 in Südkorea eine Silbermedaille gewann, spielte auf demselben Platz wie die aktuellen DBB-Basketballer Maodo Lo und Johannes Thiemann.

Die von Bundestrainer Gordon Herbert ausgewählten Basketballer befinden sich derzeit in Japan bei der Weltmeisterschaft, wo sie am Dienstagmorgen (9.30 Uhr) auf Finnland treffen.

Auch der Deutsche Basketball Bund drückte in den sozialen Medien sein Beileid aus: “Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, und wir werden sein Andenken in Ehren halten”, heißt es in einem Beitrag auf Instagram.

Zur Erinnerung: Dennis Kramer spielte für die Teams TBB Trier, EWE Baskets Oldenburg und BG Göttingen.

Ex-Kollege Maodo Lo teilte den Beitrag in seiner Story mit den Worten “Ruhe in Frieden”, während Star-Point-Guard Dennis Schröder, der 29 Jahre lang für den DBB spielte, den Beitrag mit drei weißen Tauben kommentierte.

Der 2,09 Meter große “Big Man” war der Sohn des ehemaligen Bundesligaspielers Arvid Kramer. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere kehrte sein Vater in seine Heimat in die Vereinigten Staaten zurück. Dann begann Dennis’ Karriere anschließend in der Studentenmannschaft der University of San Diego.

Nach Abschluss seines Studiums zog er 2014 nach Deutschland und unterschrieb einen Vertrag bei den Brose Baskets aus Bamberg, wo er allerdings nur für die zweite Mannschaft spielte.

Daraufhin wechselte er nach nur wenigen Monaten zu TBB Trier, ging danach bei den EWE Baskets Oldenburg auf Punktejagd und wechselte 2017 nach Göttingen.

So absolvierte er 188 Spiele in der höchsten deutschen Basketball-Liga, zuletzt in der Regionalliga für den ASC 46 Göttingen.